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Clubhouse-App im Datenschutz-Test

28 Jan, 2021

Gefährlicher Hype: APPVISORY warnt vor der Nutzung der Clubhouse-App auf Firmengeräten

  • Diverse EU-DSGVO Verstöße
  • Mangelhafte Datenschutzerklärung
  • Fragwürdiger Umgang mit Nutzerdaten

Die weltweiten Nutzerzahlen schießen durch die Decke, Einladungen für neue User werden für horrende Summen auf Ebay gehandelt und unzählige Prominente können in der App angetroffen und angesprochen werden – der momentan größte App-Hype heißt „Clubhouse“. Doch gleichzeitig mehren sich die Bedenken zu Clubhouse Datenschutz. Inzwischen gibt es sogar erste Abmahnungen für die Herausgeber der Anwendung, mit der Live-Diskussionen per Audio geführt und damit virtuelle Onlinekonferenzen abgehalten werden.

Wie sicher ist die Clubhouse-App?

Aufgrund der massiven Nachfrage unserer Kunden haben wir die aktuelle iOS-Version (für Android soll sie ebenfalls demnächst erscheinen) in unserem Labor unter die Lupe genommen. Das Resultat: Wir warnen vor dem Einsatz – insbesondere auf geschäftlich genutzten Smartphones – wegen diverser Verstöße gegen die Europäische Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO oder GDPR). Bei Clubhouse liegt unter anderem dasselbe systemische Problem wie bei WhatsApp (Lesen Sie hier: WhatsApp-Alternativen im Test) vor: Die Adressbuch-Synchronisierung mit US-Servern, die einen klaren Verstoß gegen die EU-DSGVO darstellt. Die Nutzer können den Zugang zum Adressbuch bei der Anmeldung zwar verweigern, doch ist die Nutzung der App dann eingeschränkt.

Clubhouse Datenschutz und DSGVO

Weitere Analysen des Codes und des Datensendungsverhaltens von Clubhouse ergeben neben der beschriebenen Synchronisation zunächst keine außergewöhnlich kritischen Auffälligkeiten. Es werden verschiedene personenbezogene Berechtigungen wie Kalender, Kontakte und GPS-Location eingeholt. Letztere leider nicht nur, wenn die App in Benutzung ist, sondern zu jeder Zeit. Zudem sind verschiedene Analytics- und Trackingsysteme wie Amplitude, Instabug und Sentry im Einsatz. Zusätzlich sichert sich die App die Möglichkeit, im Hintergrund Gespräche aufzuzeichnen.

Ein weiteres Problem, das zuletzt auch in den Fokus der Verbraucherschutzstellen geraten ist, stellt die nicht EU-DSGVO konforme Datenschutzerklärung dar. Der Anbieter sichert sich u.a. viel zu weitreichende Rechte bei der Verwendung der Nutzerdaten und schenkt gleichzeitig den Rechten Betroffener keinerlei Beachtung. Obgleich die unkontrollierbare Weitergabe von Nutzerdaten laut EU-DSGVO nicht erlaubt ist. Eben dies führte zuletzt bei der prominenten Dating-App „Grindr“ zu einer empfindlichen Strafe in Höhe in zweistelliger Millionenhöhe. Zudem ist die Datenschutzerklärung ausschließlich in englischer Sprache verfügbar und ein Impressum fehlt in der App gänzlich.

Fazit: Clubhouse gehört nicht auf Firmen-Smartphones

Clubhouse Datenschutz ist mangelhaft. Schon allein aufgrund der bekannten Problematik beim Synchronisieren der Kontakte sollte die Clubhouse-App von Business-Smartphones und –Tablets ferngehalten werden. Das Aufzeichnen von Gesprächen sowie die Missachtung der EU-DSGVO Vorschriften sind weitere eindeutige Gründe, die gegen die Verwendung der App sprechen. Wer trotz allem nicht auf das Ausprobieren der App verzichten möchte, der sollte dies maximal auf einem gesonderten Prepaid-Telefon tun. Unter der Voraussetzung, dass es über keinerlei Kontakbucheinträge verfügt und keinen Zugriff auf Firmendaten hat.

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