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KI-Apps im Datenschutzcheck 2025: So sicher sind ChatGPT, Perplexity und Deepseek wirklich

3 Apr., 2025

ChatGPT, Perplexity und Deepseek im Datenschutzcheck: Welches KI-Tool schützt Ihre Daten am besten?

Die großen Sprachmodelle moderner KIs sind inzwischen unverzichtbare Werkzeuge im Alltag und Berufsleben. Seit der Veröffentlichung von ChatGPT, Perplexity und Deepseek steigen die Nutzerzahlen rasant. Doch wie sicher sind die mobilen App-Versionen der KI-Anbieter in puncto Datenschutz und Datensicherheit? Wir haben drei der größten KI-Apps im Hinblick auf den Umgang mit sensiblen Nutzerdaten genau unter die Lupe genommen.

KI-Tools als unverzichtbare Helfer im Alltag

Ob schnelle Recherchen, das Erstellen von Plänen oder das Korrekturlesen von Texten – KI-gestützte Sprachmodelle sind mittlerweile unverzichtbare Werkzeuge für zahlreiche Anwendungsfälle. Alle drei getesteten Programme sind leistungsstark und ähneln sich in vielen Bereichen. Trotzdem gibt es markante Unterschiede, die die Wahl des richtigen KI-Tools beeinflussen können.

ChatGPT glänzt vor allem durch seine Fähigkeit, detaillierte Dialoge zu führen, kreatives Schreiben zu fördern und komplexe Textanalysen zu erstellen. Die neueste GPT-4-Technologie macht ChatGPT zu einer leistungsstarken Lösung. Es eignet sich für tiefgehende Konversationen, kreatives Schreiben und komplexe Aufgaben wie Artikel oder Berichte.

Perplexity ist hingegen auf schnelle und präzise Recherchen ausgelegt. Es greift auf Live-Suchen zurück, um immer aktuelle Informationen zu liefern. Somit ist es die beste Wahl für Nutzer, die auf Echtzeit-Daten angewiesen sind. Durch die direkte Integration von Webquellen bietet es schnelle Antworten auf konkrete Fragen und ist ideal für die schnelle Beschaffung von Fakten.

DeepSeek bietet zwar weniger Funktionen als ChatGPT und Perplexity, hat aber dennoch einiges zu bieten. DeepSeek eignet sich besonders für kreatives Schreiben und Codieren. Die App bietet ähnliche Funktionen wie ChatGPT, jedoch günstiger. Ideal für Nutzer, die KI-Funktionen preiswert nutzen möchten.

Datenschutz: Wie sicher sind die KIs?

Der Datenschutz ist ein wesentlicher Punkt bei der Nutzung von KI-Tools, da viele persönliche Daten verarbeitet werden. ChatGPT greift ausschließlich auf seine Trainingsdaten zurück und nutzt begrenzte Webquellen. Damit bleiben personenbeziehbare Daten größtenteils geschützt. Allerdings nutzt auch ChatGPT die gesammelten Nutzerdaten für die Verbesserung der Funktionalitäten und der Sprachmodelle. Hierbei kritisch zu sehen ist, dass dieser Prozess in der Regel nicht vollständig transparent ist.

Perplexity geht einen Schritt weiter und bietet Zugriff auf aktuelle Webquellen durch Live-Suchen. Sie positionieren sich damit als Alternative zu herkömmlichen Suchmaschienen. Dies bringt jedoch ein erhöhtes Risiko mit sich, da bei jeder Abfrage personenbezogene Daten verarbeitet und theoretisch an Dritte weitergegeben werden könnten. Sowohl OpenAI (ChatGPT) als auch Perplexity versichern, dass keine persönlichen Daten gespeichert oder weitergegeben werden. Dennoch bleibt es ratsam, keine sensiblen Informationen in die Systeme einzugeben, um ein hohes Schutzniveau zu gewährleisten.

Als besonders kritisch ist jedoch DeepSeek einzustufen. Es mehren sich Datenschutzbedenken, weil der Anbieter im Verdacht steht, Daten mit der chinesischen Regierung zu teilen. Für Unternehmen oder Nutzer, die strikte Datenschutzbestimmungen einhalten müssen oder wollen, stellt dies ein ernstes Problem dar. Im Gegensatz zu anderen Anbietern fehlt DeepSeek zudem eine speziell auf Unternehmensbedürfnisse zugeschnittene Enterprise-Version. Diese garantiert beispielsweise höhere Datensicherheit und versichert, dass keine Chat-Daten gespeichert werden.

Unsere Testergebnisse

Im Rahmen unserer Analyse haben wir die Datenschutzpraktiken und Berechtigungen der drei App-Varianten näher betrachtet. Dabei haben wir die sowohl Serververbindungen als auch die Nutzung persönlicher Daten analysiert.

DeepSeek: Fortschritte und kritische Datenschutzfragen

DeepSeek hat sich in seiner neuesten iOS-Version (1.1.2, Stand: 26.03.2025) deutlich verbessert. Besonders auffällig ist die drastische Reduzierung der angeforderten Berechtigungen. Standortdaten werden nur noch dann abgefragt, wenn der Nutzer sie explizit freigibt, und auch die Kamera wird nur bei Bedarf aktiviert. Kritisch zu sehen bleibt, dass der Anbieter nicht ausreichend beschreibt wozu er diese Berechtigungen benötigt.

Der wahre Stolperstein bei DeepSeek ist jedoch der Umgang mit Nutzerdaten. Sie verlassen die europäische Grenze und werden sowohl in die Vereinigten Staaten als auch nach China übertragen. Betroffene Daten umfassen nicht nur den Standort und andere personenbezogene Informationen, sondern auch die gesamte Suchhistorie, Inhalte und Nutzungsdaten. Bedenklich ist zudem, dass DeepSeek im Verdacht steht Daten mit bekannten chinesischen Unternehmen wie ByteDance und WeChat auszustauschen, was zu weiteren Zweifeln hinsichtlich der Datensicherheit führt.

Perplexity: Vielfältige Berechtigungen und grenzüberschreitende Datenflüsse

Auch Perplexity (iOS-Version 2.41.1, Stand: 09.03.2025) ist nicht frei von Datenschutzbedenken. Wie schon bei Deepseek werden auch hier Nutzerdaten aus Europa in die Vereinigten Staaten übermittelt, einschließlich sensibler Informationen wie Standort, Suchhistorie und Nutzungsdaten. Ein weiteres Problem ist die Vielzahl der angeforderten Berechtigungen. Perplexity verlangt Zugang zu Standortdaten, Kamera, Mikrofon, Spracherkennung, Fotogalerie und sogar Kontakten. Dies wirft die Frage auf, ob wirklich alle diese Daten für die Funktionalität der App erforderlich sind.

Die Tatsache, dass diese Daten in Länder außerhalb der EU weitergeleitet werden, verstärkt die Bedenken um den Datenschutz. Auch da die strengen europäischen Standards möglicherweise nicht eingehalten werden.

ChatGPT: Die sichere Wahl, aber auch nicht ohne Risiko

Im Vergleich zu Deepseek und Perplexity scheint ChatGPT in der aktuellen iOS-Version (1.2025.077, Stand: 22.03.2025) auf den ersten Blick die sicherste Wahl zu sein. Die App verwendet ausschließlich zwei Tracking-Tools, die lediglich für die Erfassung von Crash-Reports verantwortlich sind, ohne dabei auf sensible Nutzerdaten zurückzugreifen. Es gibt keine Hinweise auf Datenschutzrisiken, und alle gesammelten Daten werden verschlüsselt und ausschließlich an den Hersteller übermittelt.

Ein wichtiger Punkt ist allerdings zu beachten: ChatGPT gilt als relativ sicher in Bezug auf Datenschutz, dennoch werden die Daten in die USA übertragen, was EU-Datenschutzrichtlinien umgeht. Die App verlangt zudem  Berechtigungen für Mikrofon und Kamera, ohne diese ausreichend zu erklären, was bei Nutzer:innen zu Unsicherheiten führt.

Serververbindungen: Eine gemeinsame Schwäche

Ein Blick auf die Serververbindungen der drei Apps zeigt, dass sie alle auf eine Vielzahl von externen Diensten zurückgreifen. So verbindet sich DeepSeek mit Servern von ByteDance, WeChat und Sentry (Debugging-Tool), während Perplexity auf Dienste wie Google Analytics und Stripe (Zahlungsintegration in der App) zugreift. ChatGPT nutzt ebenfalls externe Server wie Sentry und Datadog. Diese Verbindungen werfen zusätzliche Fragen zum Schutz der Nutzerdaten auf, da sie potenziell auf sensible Informationen zugreifen.

Fazit: Datenschutz im Spannungsfeld zwischen Funktionalität und Privatsphäre

Die akutellen App-Versionen der KI-Tools DeepSeek, Perplexity AI und ChatGPT bieten allesamt beeindruckende Funktionen, doch ihre Verwendung von Nutzerdaten unterscheidet sich deutlich. DeepSeek fällt in diesem Vergleich negativ auf. Es weist nicht nur eine fragwürdige Compliance auf, hinzu kommt, dass personenbezogene Daten nicht ausreichend geschützt werden. Perplexity erhebt mit seinen umfangreichen Berechtigungen ebenfalls eine Menge persönliche Daten und leitet diese in Länder außerhalb der EU weiter. Dabei ist DeepSeek der problematischere Anbieter, da auch China in den Datenfluss eingebunden ist. Im Gegensatz dazu bildet ChatGPT die sicherste Option, da die Übertragung von Daten nach den höchsten Sicherheitsstandards erfolgt. Dennoch sollte die Tatsache, dass auch hier Daten in die USA weitergegeben werden, nicht unbeachtet bleiben.

Für datenschutzbewusste Nutzer bleiben ChatGPT und Perplexity die bessere Wahl, jedoch müssen auch hier die internationalen Datenflüsse im Auge behalten werden. Wer auf günstige Preise setzt, kann in DeepSeek eine gute Alternative finden – wenn auch mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen.

Haben Sie Interesse an den detaillierten Testberichten zu den Apps des Artikels? Kontaktieren Sie uns bitte hier:

ChatGPT – iOS

Perplexity – iOS

DeepSeek – iOS

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