Webinar: "Lernen Sie APPVISORY kennen" startet in

Tag(e)

:

Stunde(n)

:

Minute(n)

:

Sekunde(n)

Sie wollen nicht warten? Sprechen Sie direkt mit uns!

Rooting bei Android: Was ist das?

10 Nov, 2020

Welche Vorteile und Risiken bringt ein „Root“ mit sich?

„Rooting“ ermöglicht Android-Nutzern die Software des eigenen Geräts umzustrukturieren (Für iOS: Erfahren Sie hier alles über den iOS Jailbreak). Jedoch birgt das Verfahren neben den Vorteilen auch einige Risiken. Deshalb haben wir für Sie zusammengefasst, welche Potenziale und Risiken mit einem „Root“ verbunden sind. Welche Beweggründe haben Nutzer, die ihre Geräte so verändern, dass sie unter Umständen sogar Garantieansprüche verlieren?

Was bedeutet Rooting?

Beim Erwerben eines Smartphones erhält der Käufer in der Regel lediglich eingeschränkte Nutzungsrechte und kein Eigentum an der Software des Geräts. Obwohl das Android-Betriebssystem grundsätzlich Open Source Software ist, lässt sich das System nicht ohne Weiteres verändern. Denn Hersteller wie Samsung sichern ihre Android-Geräte mit entsprechenden Modifikationen am Betriebssystem ab, sodass normale Nutzer:innen keinen tiefgreifenden Schaden anrichten können. Auch Apps oder Malware haben somit weniger Möglichkeiten, das Gerät zu gefährden.
Aus administrativer Sicht werden Android-Nutzer standardmäßig zum Gast-Nutzer degradiert. Kurz gesagt: die übergeordneten Systemeingriffe tätigt der Hersteller selbst. Somit ermöglicht ein “Root” den Nutzer:innen, die höchst möglichen Zugriffsrechte auf das Betriebssystem zu erhalten. Das bedeutet, durch die übertragenen „SuperUser-Rechte“ können sie an der Software administrative Eingriffe vornehmen.

Wie funktioniert Rooting?

Ein „Root“-Zugriff manipuliert zunächst die Systempartition. Das heißt, dass eine „su-Binary“ im System des Android-Geräts platziert wird. Über diese „su-Binary“ können Nutzer:innen im Anschluss „Root“-Zugriffe beantragten. Wir empfehlen Ihnen, falls Sie sich für das Rooting entscheiden, eine „SuperUser-App“ zu verwenden. Diese verhindert die standardmäßige Ausstattung aller Apps mit Root-Rechten. Das Erteilen der Zugriffsrechte können Sie durch die „SuperUser-App“ einzeln vornehmen. Wichtig: Nach dem Erteilen der Zugriffsrechte könnte eine Applikation diese auch nutzen, um Schaden anzurichten. Aus diesem Grund sollten nur Apps Zugriff erhalten, die als sicher und vertrauenswürdig eingestuft werden konnten. Open Source Anwendungen, die einem unabhängigen „Peer-Review“ unterzogen wurden, sind hier empfehlenswert. Welche Apps diesen Kriterien noch entsprechen, können Sie hier erfahren.

Welche Vorteile bietet ein „Root“?

• Ein Root ermöglicht es, vorinstallierte Apps zu löschen und von der Systempartition zu entfernen.
• Es lassen sich vollständige Backups (mit einem Custom Recovery) vornehmen.
• Die Benutzeroberfläche ist beliebig anpassbar.
• CPU/GPU-Über- und Untertaktungen sind möglich (verbesserte Performance, optimierte Akkulaufzeit).
• Systemeinstellungen lassen sich verändern / erweitern.
• Häufig lassen sich aktuellere Android-Betriebssysteme installieren als die, die der Hersteller zur Verfügung stellt (Sicherheitspatches inklusive).
• Nutzer:innen können Tools installieren, die tiefgreifende Rechte oder Hardwarezugriff benötigen (z.B. Systemweite AdBlocker).

Was sind die Nachteile eines „Roots“?

• Die Software kann durch eine fehlerhafte Durchführung des „Roots“ derartig beschädigt werden, dass das Gerät im Anschluss nicht mehr verwendbar ist (Soft-Brick, Hard-Brick).
• Durch das Rooting verfällt häufig die Garantie (nicht die Gewährleistung) – besonders bei Samsung Geräten, da diese oft eine Hardware Sicherung haben, die im Falle eines „Rootings“ durchbrennt.
• Malware mit „Root“-Rechten kann mehr Schaden anrichten.
• Für Updates und Sicherheitskonfigurationen sind Sie nach einem „Root“ selber verantwortlich.

Fazit:

Wer plant, seine Gerätesoftware durch einen „Root“ zu verändern, sollte sich gut mit der Materie auskennen. Und auch die Vorteile, die eine solche „Befreiung“ von Android mit sich bringt, sollten gründlich mit den Risiken abgewogen werden. Denn durch das Erteilen von Zugriffsrechten gehen Sie unter Umständen ein erhöhtes Risiko in Hinsicht auf Ihre Datensicherheit ein. Einzelne fehlkonfigurierte Applikationen könnten die erteilten Zugriffsrechte zu Ihrem Nachteil nutzen und Ihnen Schaden zufügen.

Das könnte Sie auch interessieren:

luca App: Wie sicher ist die Kontakttagebuch-App?

luca App: Wie sicher ist die Kontakttagebuch-App?

luca App im Datenschutz-Test   Systeme zur Rückverfolgung von Kontaktketten betrachten viele zu Recht als entscheidende Hilfsmittel in der Pandemiebekämpfung. Im Hinblick auf die anstehenden Schritte zurück in die Normalität mit der schrittweisen Wiedereröffnung...

Update-Prüfung der Corona-Warn-App (März)

Update-Prüfung der Corona-Warn-App (März)

Corona Warn App Update – erweiterter Funktionsumfang der Kontakt-Tagebücher   Wie diversen Pressemeldungen kürzlich zu entnehmen war, hat die Corona-Warn-App mit dem Update 1.14 weitere Kontaktverfolgungsmöglichkeiten durch die Eingabe persönlicher...

Möchten Sie Ihr Unternehmen erfolgreich absichern?

PRESSEKONTAKT

 

Karina Quentin | PR & Communication

press@appvisory.com
Telefon +49 (0)511 35 39 94 22
Fax +49 (0)511 35 39 94-12

Newsletter

Exklusive Tipps und Neuigkeiten rund um Apps und Mobile Sicherheit

Contact